Die monatliche Bilanz

Da haben wir es… Vor einem Monat pries ich die Rückkehr der schönen Tage, die milden Temperaturen und die Sonne. Da hat uns die Natur wieder mal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn der Mai war das ganze Gegenteil vom April. Statt Wärme und Sonnenschein haben wir Kälte und feuchtes Wetter gehabt. Und das hat man auf dem Balkon bemerkt. Es scheint, als wäre für die Pflanzen die Zeit stillgestanden. Aber schauen wir jetzt genauer hin, was sich im Mai auf dem Balkon so getan hat.

Der fünfte Monat in Zahlen

Das triste Wetter hat mich leider auch eingeholt und ich habe diesmal nur 3 Pflanzenporträts veröffentlicht:

Aber wo bleiben denn die Nutzpflanzen, könntest Du fragen. Denn unter den 20 bisher veröffentlichten Porträts waren 13 Zier- und nur 7 Nutzpflanzen. Es ist noch nicht alles verloren, aber das schlechte Wetter hat das Wachstum der Keimlinge verlangsamt, und für kälteempfindliche Jungpflanzen, war es draußen oft einfach zu kalt.

Die Pflanzen im Mai auf dem Balkon

Trotz allem habe ich angefangen, meine Tomaten-, Paprika- und Pfefferoni-Jungpflanzen langsam an die Außentemperaturen zu gewöhnen (anfangs nur untertags, und später auch nachts). Der Mai ist nämlich für seine Eisheiligen bekannt, die Mitte des Monats fallen. Da kann es oft wieder frostig werden, was das Ende von den meisten vielversprechenden Jungpflanzen das Ende bedeuten würde. In der Stadt, insbesondere auf Balkonen, fallen die Temperaturen um diese Zeit doch eher selten unter null, aber ein Blick auf die Wetterprognosen kann nie schaden. Traditionell beziehen also sensible Pflanzen nach den Eisheiligen ihre Sommerquartiere.

Jedenfalls steht es jetzt bei meinen Balkonpflanzen bereits bei 34 verschiedenen Arten seit Anfang des Jahres.

Was sich im Mai auf dem Balkon geändert hat

Auch der Mai stand unter dem Zeichen der Blüten. Die Pelargonien stehen in voller Blüte und bringen ganz schön viel Farbe auf den Balkon. Neu dazugekommen sind die Purpurglöckchen und ihren Miniglöckchen eben, der Thymian und die Nelken. Die Petersilie, die vor einem Monat noch vor der Blüte stand, ist jetzt aufgeblüht. Und noch eine gute Nachricht: der Lavendel, den ich letztes Jahr ausgesät habe, hat zum ersten Mal Knospen. Auch die Gänseblümchen haben zur zweiten Blüte angesetzt.

Die Paprikas und Pfefferonis kriegen ebenfalls ihre ersten, vielversprechenden Knospen, auch wenn sie bei Läusen momentan hoch im Kurs stehen. Schließlich werden die Erdbeeren dank ein paar Sonnenstrahlen langsam aber sicher rot.

Neu ausgesät habe ich noch Kräuter (Koriander, Melisse, Dill, Borretsch und Basilikum) und Sommerblumen (Tagetes, Aster und Löwenmäulchen).

Zeit und Geld

Da ich nur 3 Porträts veröffentlicht habe, habe ich weniger Zeit zum Recherchieren und Schreiben gebraucht. Durchschnittlich ist es jedoch bei ca. 2 Stunden pro Porträt geblieben. Für die Gartenarbeit habe ich leider wenig Zeit gehabt, da die Wochenenden ziemlich ausgebucht und das Wetter nicht gerade einladend waren. Insgesamt waren es vielleicht 2 Stunden diesen Monat.

Finanziell fiel die Bilanz auch sehr bescheiden aus. Ich habe lediglich eine Tomatenjungpflanze um 3€ gekauft.

Die Gartenarbeit im Mai auf dem Balkon

Ich habe zwar wenig Zeit auf dem Balkon verbracht, aber ich war umso produktiver. Hier eine kleine Zusammenfassung meiner Tätigkeiten:

  • die Aussaat: diesen Monat habe ich, wie bereits erwähnt, neue Kräuter und ein paar Sommerblumen ausgesät. Die Kräuter habe ich in kleinen Töpfen aus Zeitungspapier ausgesät, was den jungen und zarten Pflänzchen den „Pikierstress“ erspart. Denn wenn sie die richtige Größe erreicht haben, kann ich sie einfach so samt „Topf“ in die Erde setzen, da sich das Zeitungspapier auflöst. Die Blumen habe ich hingegen einfach direkt sprich an Ort und Stelle ausgesät.
  • Das Ausputzen der Blühpflanzen: ich habe weiterhin regelmäßig alles Verwelkte von den Blühpflanzen (Pelargonien, Hornveilchen, Gänseblümchen…) entfernt, damit sie länger blühen und gepflegt bleiben. Zwei Fliege mit einer Klappe erschlagen…
  • Die Düngung: allen anspruchsvolleren Pflanzen (dem Efeu, den Hornveilchen, und dem Schnittlauch) habe ich alle 2 Wochen mit einem organischen Flüssigdünger versorgt.
  • Das Gießen: insgesamt war der Aufwand da eher gering, da die Temperaturen frisch und die Luft feucht waren, und dadurch relativ wenig verdunstet ist.  Sobald die Temperaturen wieder steigen, wird es allerdings Zeit, den Boden zu mulchen.
  • Die Bestäubung: um eine reiche Ernte zu sichern, habe ich mit meinem kleinen Pinsel wiedermal Biene gespielt, und bin einfach über den Blüten der Tomaten-, Paprika- und Erdbeerenpflanzen vorsichtig drübergefahren.
  • Schließlich habe ich das Läusevolk, das schon recht zahlreich geworden ist, genau beobachtet, und ab und zu mit einer Seifenlösung besprüht. Dieses Jahr habe ich mir allerdings vorgenommen, nicht sofort zur Sprühflasche zu greifen, in der Hoffnung, dass sich dadurch vielleicht ein paar Marienkäfer und Schwebfliegen auf meinem Balkon verirren. Mehr dazu gibt es hoffentlich das nächste Mal. Auch die ersten roten Spinnen habe ich beobachtet, und ich habe schon die befallenen Blätter entfernt.

Die Pluspunkte

Auch wenn es etwas seltsam klingt, war mir das schlechte Wetter gar nicht so unrecht. Da ich auch ein paar Mal weg von zu Hause war, und sehr wenig Zeit für meinen Balkongarten hatte, wären Hitze und Trockenheit fatal geworden. So hatten die Pflanzen noch ein wenig Zeit, um Energie und Kraft zu tanken, bevor es mit dem Sommer richtig losgeht.

Und trotz allen Schwierigkeiten bin ich mit meinen Blühpflanzen heuer sehr zufrieden. Sie sind eine richtige Augenweide…

Die Minuspunkte

Nennen wir es bei Namen, dieses Jahr scheint einfach kein Aussaatjahr zu sein. Im Allgemeinen vegetiert der Naschgarten eher dahin.  Ich habe letztes Mal bereits erzählt, dass meine Tomatenaussaat nicht gelungen ist (zum ersten Mal seit vielen Jahren) und bei dem, was ich diesen und im Monat davor ausgesät haben, ist bei weitem nicht alles aufgegangen. Ich habe auch bereits von anderen Gärtnern gehört und in diversen Foren gelesen, dass es nicht nur mir so geht (was auch wieder etwas beruhigend ist). Was ist denn heuer also los? Das weiß nur die Natur…

An dieser Stelle auch noch zu erwähnen, ist dass der Pfirsichbaum beschlossen hat, seine ganze Kraft auf einen einzigen Pfirsich zu konzentrieren. Zwei sind einfach nicht mehr gewachsen, dafür wird der dritte umso größer. Da regelt die Natur wieder alles von selbst.

Fazit

Die erste, bereits heiß ersehnte Ernte ist etwas verzögert, aber sie wird hoffentlich umso üppiger ausfallen. Dieses Gartenjahr scheint jedenfalls bereits etwas atypisch zu sein, und ich bin gespannt, was sich noch alles zutragen wird…

Und was hast Du für Erfahrungen diesen Monat gemacht? Ist Dir die Aussaat vielleicht besser gelungen als mir? Was hast Du für Schwierigkeiten oder Überraschungen erlebt?

Teile es uns einfach unten in den Kommentaren mit.

Teilen:
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.