Die monatliche Bilanz

Traditionell geht die neue Gartensaison im März richtig los, auch auf dem Balkon. Und diesmal auch war ich dabei! Scheinbar hat sich heuer der Winter schon früh verabschiedet, und ein Blick auf die Natur verrät es uns schon: der Frühling ist zurück. Die Sonne, die Tage, die länger werden, das Zwitschern der Vögel… Das alles lässt das Herz aller Balkongärtner höherschlagen. Deshalb habe ich langsam aber sicher den Balkongarten aus seinem Winterschlaf geholt. Und wenn der Mond mir keinen Strich durch die Rechnung gemacht hätte, hätte ich noch mehr gemacht. Mehr dazu gibt es weiter unten…

Der dritte Balkonmonat in Zahlen

Diesen Monat habe ich 4 neue Pflanzenporträts veröffentlicht, was die Gesamtanzahl also auf 12 bringt. In chronologischer Reihenfolge handelte es sich um:

Man könnte meinen, dass es nicht nur nach Frühling riecht, sondern bereits nach Sommer… 😉 Mit der Rückkehr der schönen Tage haben, wie ich es vermutet hatte, haben die Nutzpflanzen auch aufgeholt, und sind schon fast auf pari mit den Zierpflanzen. Insgesamt wurden bisher 7 Zier- und 5 Nutzpflanzen porträtiert (wobei ich die Kräuter zu den letzteren zähle, obwohl sie sowohl kulinarische Eigenschaften als auch optische Reize besitzen).

Alle Pflanzen, die ich bisher präsentiert habe, sind mehrjährig. Das heißt, dass sie nur etwas Pflege benötigen, nachdem sie das erste Mal eingesetzt wurden. Wie ich es bereits erklärt habe, können die Zwiebel des Krokus und der Iris aus der Erde geholt werden, aber notwendig ist es nicht. Das sind also bereits 12 Pflanzen, die ganz wenig Arbeit machen werden, wenn sie sich einmal niedergelassen haben. Für alle Balkongärtner mit wenig Zeit, eine gute Nachricht!

Die Pflanzen im März auf meinem Balkon

Diesmal ist die Anzahl der Pflanzenarten auf meinem Balkon deutlich angestiegen, und es sind bereits 29 an der Zahl. Zuerst allerdings die schlechte Nachricht: die Balkanwindröschen, die ich beinahe wieder vergessen hatte, zähle ich nicht mehr mit. Denn sie haben sich gar nicht gezeigt. Warum das so ist, weiß ich nicht. Ich werde mal recherchieren… Dafür hatte ich auch eine gute Überraschung: der Rhabarber, mit dem ich nach dem letzten, heißen Sommer nicht mehr gerechnet hatte, hat sich tatsächlich aus der Erde gerührt.

Andere Neuankömmlinge sind Stiefmütterchen, Hornveilchen und Klee. Sie haben sich vor kurzem zu einer schönen Frühlingskomposition zusammengetan.

Was sich im März auf dem Balkongeändert hat

Die ersten Frühlingsblüher sind bereits verblüht, und sammeln wieder Kräfte für das nächste Jahr. Auch der Zwergpfirsichbaum hat geblüht, und wenn meine Versuche ihn manuell zu bestäuben erfolgreich waren, könnten wir im Spätsommer 4 Pfirsiche haben. Der Brombeerstrauch wächst nach dem kräftigen Rückschnitt Anfang März prächtig, und hat zahlreiche frische Blätter. Schließlich bilden der Thymian, der Oregano und der Rosmarin viele neue Triebe, seit sie zurückgeschnitten wurden. Übrigens steht der Rosmarin, von dem ich nicht sicher war, ob er noch lebt, in voller Blüte. Eindeutiger geht es nicht!

Zeit und Geld

Im März habe ich wieder für jedes Porträt ca. 1 Stunde pro Woche für Recherchen gebraucht, und noch ca. 1 Stunde 15 Minuten zum Schreiben. Insgesamt sind es also 2-2,5 Stunden pro Woche für die wöchentlichen Pflanzenporträts gewesen, was im Vergleich zu den Vormonaten ungefähr gleichgeblieben ist. Wofür ich hingegen deutlich mehr Zeit als im Jänner und im Februar benötigt habe, ist die Gartenarbeit auf dem Balkon. Durchschnittlich waren es ca. 1 Stunde pro Woche, was noch sehr vernünftig ist. Wie bereits erwähnt, kommen mir heuer die mehrjährigen Pflanzen zugute, die sehr wenig Zusatzpflege benötigen.

Zum ersten Mal in diesem Jahr habe ich außerdem ein paar neue Pflanzen gekauft: Stiefmütterchen, Hornveilchen, Bellis und Klee geben dem Balkon ein frühlingshaftes Flair. Das Ganze hat insgesamt 9€ gekostet.

Die Gartenarbeit

Zum Saisonbeginn waren hauptsächlich kleine Pflegemaßnahmen am Programm:

  • Ich habe den Skimmia und das Heidekraut nun umgetopft und mit Rhododendronerde versorgt. Auch der Schnittlauch hat einen neuen, größeren Topf und frische Erde bekommen.
  • Ich habe fleißig zur Gartenschere gegriffen und den Efeu, das Purpurglöckchen, den Lavendel und die Kräuterstauden (wie den Thymian, den Oregano und den Rosmarin) zurückgeschnitten. Für den Rosmarin war das womöglich sogar etwas zu früh, wie ich es anlässlich meiner Recherchen erfahren habe.
  • Die Erdbeeren habe ich noch etwas ausgeputzt und die verwelkten Blätter entfernt. Auch den Zierkohl und einen letzten Rest Rucola aus dem letzten Jahr, habe ich entsorgt. Beide waren voller Frühlingsgefühle in die Höhe “geschossen”.
  • Ich habe mit dem Aussaat weiter gemacht, diesmal waren Karotten und Tomaten dran. Sie begleiten nun die Paprikas und Pfefferonis, die bereits gekeimt haben.
  • Die Hornveilchen, Stiefmütterchen und Klee habe ich zusammen in einen Topf eingepflanzt, und somit eine hübsche Frühlingsecke auf dem Balkon geschaffen.
  • Ich habe weiterhin von den Kräutern geerntet, vor allem von der Petersilie, von der ich einige Zweige abgeschnitten und eingefroren habe. Somit habe ich ein wenig Petersilie auf Vorrat, weil diese ab der Blüte ungenießbar wird.

Die Pluspunkte

Das Wichtigste, das ich im vergangenen Monat gelernt habe, ist: Geduld ist der beste Freund des Balkongärtners.

Lektion Nr 1: erkläre Deine Pflanzen am Ende des Herbsts oder des Winters nicht vorschnell für “verloren” und warte bis zum nächsten Frühling, um sie zu entsorgen. Ich habe zum Beispiel gewusst, dass die Minze wiederkommen würde (das tut sie jedes Jahr), aber für den Rosmarin und den Rhabarber, war ich mir nicht so sicher. Aber sieh an, sieh an, ohne dass ich irgendetwas gemacht hätte, sind sie wieder da. Auch die Pelargonien, die mehr tot als lebendig ausgeschaut haben, sind zum Teil auch in die neue Saison gestartet (2 von 3). Conclusio: warte doch ein wenig, und lasse die Pflanzen einfach über dem Winter stehen. Wer weiß, was sie Dir für Überraschung bereiten (außer es handelt sich um notorische einjährige Pflanzen, natürlich…)

Lektion Nr.2: der Mondkalender ist vielleicht doch keine Erfindung abergläubiger Gärtner. Tatsache ist, dass ich die Karotten und die Tomaten in einer Phase ausgesät habe, wo der Mond absteigend war. Diese Phase soll jedoch für Aussaaten ganz ungünstig sein. Die Karotten habe daraufhin sehr lang auf sich warten lassen, und haben auf die nächste aufsteigende Phase gewartet, um sich zu zeigen. Die Tomaten hingegen sind (noch) nicht aufgegangen. Conclusio: vielleicht ist da wirklich etwas dran, und ich werde mich in einem späteren Artikel damit auseinandersetzen. 

Die Minuspunkte

Nun ja, vielleicht bin ich der Frühlingseuphorie gänzlich verfallen… Das einzig Negative, was mir einfällt, sind die Balkanwindröschen, diese kleinen Faulpelze, die den Frühling verschlafen haben. Ansonsten hat der März eher für schöne Überraschungen gesorgt.

Fazit

Es ist so weit, der Frühling, auf den wir alle so sehnsüchtig gewartet haben, ist endlich da. Die neue Gartensaison kann richtig beginnen. Wie jedes Jahr bin ich optimistisch und starte mit guten Vorsätzen. Auch die Pflanzen sind voller Hoffnung. Nutze diese wunderschöne Zeit vor der Sommerhitze und greife zu Erde, Töpfe und Gießkanne.

Wenn Du Deine ersten Erlebnisse auf dem Frühlingsbalkon mit uns teilen möchtest, zögere nicht, und schreibe uns ein Kommentar.

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