Die monatliche Bilanz

Der Juli war insgesamt dem Juni ziemlich ähnlich. Auf dem Balkon ist wieder Mal ein Monat mit Hitzerekorden zu Ende gegangen. Allerdings scheinen meine Bemühungen, den Balkongarten zu pflegen und die richtige Pflanzenauswahl Früchte zu tragen (auch im wahrsten Sinn des Wortes). Denn trotz großer Hitze und schwierigen Bedingungen geht es meinen Pflanzen gar nicht so schlecht, und ich hatte bisher wenig Verluste zu bedauern. Die Challenge ist zwar auf Dauer ziemlich schwierig, hat aber nicht nur Nachteile…

Der siebte Monat in Zahlen

Diesen Monat wieder ist die Bilanz in Zahlen leider etwas dürftig. Aber nicht nur die Quantität soll eine Rolle spielen, sondern auch die Qualität. Fangen wir schon mal mit den Fakten an. Im Juli habe ich nur 3 Porträts veröffentlicht. Oje, oje, ich konnte noch immer nicht den Rückstand verringern. Hier jedenfalls die Pflanzen, die das Objekt meiner Recherchen waren:

Insgesamt sind es also bereits 26 Pflanzenporträts gewesen. Hurra, die Hälfte ist geschafft! Der Weg ist jedoch noch lang, vor allem wenn ich einen Blick auf den unbarmherzigen Kalender werfe. Die 31. Woche geht gerade zu Ende, was bedeutet, dass ich nun 5 Porträts zu wenig habe. Insgesamt sind wir bei 15 Zierpflanzen (inkl. den lavendel, der ja ein Grenzfall ist) und 11 Nutzpflanzen.

Die Pflanzen im Juli auf dem Balkon

An dieser Stelle muss ich einen Fehler korrigieren, den ich vorigen Monat gemacht habe. Die Astern, die ich gleichzeitig mit den Löwenmäulchen ausgesät hatte, sind doch nichts geworden. Die streiche ich also von meiner Liste. Andere Aussaatversuche sind hingegen erfolgreich gewesen. Ich heiße also diesen Monat den Rucola, den Sommerportulak (noch etwas zart), die Studentenblumen (oder die StudentenbluME besser gesagt) und zwei verschiedene Sommerblüten aus einer Samenmischung willkommen auf meinem Balkon. Insgesamt steht also der Zähler bei 41 Pflanzen seit Anfang des Jahres. Das schaut wiederum nicht so schlecht aus, das ist schon mal was!

Was sich im Juli auf dem Balkon geändert hat

Diesmal war der vergangene Monat voll im Zeichen der Früchte (oder der zukünftigen Früchte, um genauer zu sein).

  • Der Brombeerstrauch, den ich dank aufmerksamer Pflege von den Spinnmilben gerettet habe, kriegt neue, frische Blätter. Auch die paar Brombeeren haben schon von grün auf rosa gewechselt.
  • Die Paprikapflanzen und die Tomaten sind fleißig am Blüten bilden. Diese warten nur noch drauf betäubt zu werden, u schöne Früchte zu bilden.
  • Der Pfirsich nähert sich langsam der Vollreife an.
  • Die Erdbeeren, die ich für ganz normale Gartenerdbeeren hielt (sie bilden sogar Kindel) geben sich richtig Mühe und bilden zum zweiten Mal späte aber geschmackvolle Früchte.

Was die Blumen betrifft sind die Pelargonien noch immer treue Begleiter. Auch das Löwenmäulchen stimmt dazu ein, sowie die Minze und eine Blumenmischung aus einer geschenkter Samenpackung. Auch eine Studentenblume zeigt sich endlich.

Die Schädlingsbekämpfung habe ich diesen Monat fortgesetzt und die Spinnmilben haben schon mal den Brombeerstrauch und den Lavendel aufgegeben. Nur bei den Hornveilchen bleiben sie trotz regelmäßiger Dusche hartnäckig.

Zeit und Geld

Keine Ahnung, wie es passieren konnte, aber ich habe diesen Monat zum Schreiben und Recherchieren für die 3 Pflanzenporträts mehr Zeit als sonst gebraucht. Durchschnittlich waren es ungefähr 3 Stunden pro Porträt. Ich denke, der Pfirsichbaum war’s. Denn der Rückschnitt von Obstbäumen scheint wahrlich eine eigene Wissenschaft zu sein…

Mir schien als hätte ich sehr wenig Zeit auf meinem Balkon verbracht. Viel mehr als Gießen habe ich nämlich nicht getan. Was für eine Überraschung, als ich feststellte, dass ich dafür ca. 6 Stunden gebraucht habe. Die Hitze lässt grüßen!

Geld habe ich dafür im Juli überhaupt keins ausgegeben.

Die Gartenarbeit im Juni auf dem Balkon

Gießen, und nochmals gießen waren also angesagt im Juli auf dem Balkon. Dabei bin ich bei meiner Strategie geblieben, und habe meistens abends gegossen. Zusammen mit einer Mulchschicht hat dies zu guten Ergebnissen geführt. Ich bin zufrieden: meine Pflanzen haben die Hitze ganz gut vertragen, und schienen nicht zu sehr unter den hohen Temperaturen zu leiden. Sogar Pflanzen wie der Schnittlauch, die es eher frisch mögen, schauen noch gesund aus.

Zusätzlich habe ich die durch Spinnmilben befallenen Pflanzen regelmäßig mit Wasser besprüht (hier berichtete ich darüber). Diese Methode hat jedenfalls beim Lavendel, dem Pfirsichbaum und dem Brombeerstrauch ganz gut funktioniert. Sie haben sich alle ganz gut erholt. Bei den Hornveilchen haben wir es jedoch noch nicht geschafft.

Nach vielen Wochen habe ich endlich die Karotten geerntet und Platz für die Paprika- und Pfefferonipflanzen gemacht. Für ein erstes Mal war das ein schöner Erfolg: so schön waren sie, und geschmacksintensiv! Gemüse aus eigener Ernte, was gibt es Schöneres?

Schließlich habe ich noch regelmäßig die Zierpflanzen ausgeputzt und die verwelkten Blüten entfernt. Das regt sie zur weiteren Blüte an.

Die Pluspunkte

Diesen Monat bin ich wirklich überrascht, wie gut meine Pflanzen der Hitze standgehalten haben. Viel Gießen hat sicher dazu beigetragen, aber ich habe eine andere Theorie. Dank dieser Challenge ist die Pflanzenanzahl auf meinem Balkon deutlich gestiegen. Sie geben sich sogar teilweise einander Schatten. Kann das sein, dass sie sich so ein günstigeres Klima schaffen? Jedenfalls macht das Hoffnung…

Auch bei der Schädlingsbekämpfung habe ich diesen Sommer schöne Erfolge zu verzeichnen. Und dies gänzlich ohne Chemie! Die Läuse und weißen Fliegen sind sehr schnell verschwunden. Und auch die Spinnmilben vermehren sich nicht so schnell wie sonst. Vielleicht hängt das auch mit der größeren Pflanzenvielfalt und dem besseren Klima auf meinem Balkon zusammen? 

Die Minuspunkte

Aber Schluss jetzt mit der Philosophie, es war auch nicht alles perfekt natürlich. Die Aussaat war wieder mal kein großer Erfolg. Dieses Jahr wird es wohl mit der Melisse und den Ringelblumen wohl nichts. Auch die Stundentenblumen sind sehr mickrig geblieben. Diesmal lasse ich es wirklich sein, und werde eine Pause einlegen. Erst mit Ende August und der Herbstaussaat werde ich dann mit wieder loslegen. Vielleicht gelingt es da besser.

Fazit

Eine neue Hitzewelle ist vorüber und zum Glück hat sie im Juli auf dem Balkon nur wenig Spuren hinterlassen. Das ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den vorigen Jahren. Nun geht schön langsam Richtung Ernte. Noch ein paar Wochen haben die Pflanzen, um ihre Früchte zu bilden und reif werden zu lassen. In einem Monat kann ich vielleicht hier darüber berichten. Es bleibt also spannend!

Und wie haben die Pflanzen auf euren Balkonen und Terrassen die Hitze vertragen? Wie habt ihr sie vor den hohen Temperaturen geschützt? Teilt eure Tipps mit uns in den Kommentaren unten.

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